PRESSEMITTEILUNG Baustopp auf Pütnitz: VLAMV begrüßt Einschreiten gegen Altlastensanierung in der Brut- und Setzzeit
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Der VLAMV begrüßt den am gestrigen Abend vom zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umweltschutz (StALU) verfügten Baustopp für die Altlastensanierung auf Pütnitz. Der Verein hatte zuvor als anerkannter Naturschutzverein in Mecklenburg-Vorpommern Widerspruch gegen die Fortsetzung der Arbeiten eingelegt. Grundlage der beanstandeten Arbeiten war eine fachlich und rechtlich nicht nachvollziehbare Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen, die ursprünglich nur bis Ende Januar genehmigte Sanierung bis Ende März zu verlängern.
Der Verein beobachtet seit Wochen schwere Bagger- und Transportarbeiten, die massive Lärm- und Sichtstörungen verursachen. Betroffen sind besonders und streng geschützte Arten wie Kranich, Grün-, Schwarz- und Buntspecht sowie Zaun- und Waldeidechse. Die ursprüngliche Genehmigung war bewusst auf Oktober bis Januar befristet worden – ausdrücklich zum Schutz genau dieser Arten.
„Der jetzt verfügte Baustopp ist aus unserer Sicht zwingend notwendig. Wer in der Brut- und Setzzeit massive Eingriffe in einen sensiblen Naturraum zulässt, stellt den gesetzlichen Artenschutz faktisch zur Disposition. Das werden wir nicht hinnehmen”, erklärt Michael Roolf, 1. Vorsitzender des VLAMV.
Für den VLAMV zeigt der aktuelle Fall exemplarisch, welche Entwicklung Pütnitz und der gesamten Region Fischland-Darß-Zingst droht, wenn Natur- und Landschaftsschutz hinter die Interessen des geplanten Massentourismus auf Pütnitz zurücktreten. Natur und Landschaft sind die zentrale Lebens- und Standortqualität der Region. Umso unverständlicher ist es, wenn Entscheidungen getroffen werden, die genau diese Werte gefährden. Daher fordert der VLAMV die uneingeschränkte Beachtung des Baustopps und warnt vor einer drohenden ganzjährigen Altlastensanierung, die erhebliche und dauerhafte Folgen für Flora und Fauna hätte.
Kontakt: mroolf@vla-mv.de
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